hüttenwandern

Dienstag, den 26. März 2019 um 06.57 Uhr

 

Hüttenwanderung

Im Allgäu, in den Alpen oder in Tirol laden ihre Gäste zum einkehren und verweilen ein. Viele Menschen besuchen diese Hütten, um hier die Gastfreundschaft der Menschen zu erleben, frischen Käse zu kosten oder einfach einen Blick über das umliegende Bergland zu erhalten. Vielfach wird in diesen Hütten nach einer Hüttenwanderung regionale Küche geboten, so dass man die Region nicht nur zu Fuß, sondern auch mit dem Gaumen erleben kann.

Bei einer Hüttenwanderung führt der Weg ebenfalls zu einer solchen Hütte, die dann für eine Einkehr genutzt werden kann. Das Hüttenwandern erfreut sich in Deutschland, in Österreich sowie in der Schweiz großer Beliebtheit, denn viele Hütten sind hier nur zu Fuß erreichbar. Oben angekommen, bietet sich den Wanderern nach der Hüttenwanderung ein unbeschreiblicher Blick auf die Bergwelt der jeweiligen Region sowie die noch nahezu unberührte Natur, die weder durch Straßen noch durch Lifte in der Vergangenheit verändert worden ist. Das Hüttenwandern in unberührte Natur bietet damit auch die Möglichkeit, neue Tier- und Pflanzenarten zu erleben, die bisher nur wenig oder gar unbekannt waren.

Eine Hüttenwanderung kann sowohl im Sommer wie auch im Frühjahr, im Herbst oder im Winter durchgeführt werden. Im Winter kann die Hüttenwanderung durch viel Schnee aber nicht immer zu den gewünschten Zielen führen. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Antritt der Reise darüber zu informieren, ob die jeweiligen Wege für das Hüttenwandern auch frei und begehbar sind oder ob Besonderheiten zu beachten sind. In jeder Jahreszeit ist es bei einer Hüttenwanderung allerdings möglich, Interessantes zu entdecken und Neues zu erleben.

Je nach Wunsch und Zeit ist es möglich, die Hüttenwanderung als Ein-Tages-Wanderung oder aber als Mehr-Tages-Wanderung durchzuführen. Bei einer eintägigen Hüttenwanderung wird die Wegstrecke entsprechend der Kondition und dem Alter der Teilnehmer ausgewählt. Da es sowohl in den Alpen wie auch in Tirol sowie im Berchtesgadener Land zahlreiche unterschiedliche Wanderrouten gibt ist es möglich, beim Hüttenwandern die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen. Vor allem ältere Menschen oder auch Familien mit Kindern werden dabei für ihre Hüttenwanderung eine deutlich kürzere Strecke wählen als junge Erwachsene, die das Hüttenwandern als Sport betreiben und auch Strecken von 15-20 Kilometer am Tag zurücklegen können.

Bei einer Hüttenwanderung über mehrere Tage hingegen wird nicht nur eine Hütte besucht, sondern die Hüttenwanderung führt zu verschiedenen Hütten, die im Abstand von 10-15 Kilometern zu finden sind. Viele dieser Hütten sind dabei nicht nur Einkehrmöglichkeiten, sondern bieten den Wanderern beim Hüttenwandern auch eine Schlafmöglichkeit. Hier kann man dann mitten in den Bergen die Schönheit der Natur genießen und schon früh morgens mit dem Gesang der Vögel in den Tag starten.

Für das Hüttenwandern sollte die Wanderausrüstung in Abhängigkeit der Wanderziele gewählt werden. Wird bei der Hüttenwanderung eine nur kurze Strecke zurückgelegt, die zudem nicht weit auf den Berg hinauf führt, sind feste Schuhe und eine der Jahreszeit entsprechende Kleidung durchaus ausreichend. Führt der Weg hingegen hoch hinauf und sollen auch felsige Wegstrecken erklommen werden, sollten Wanderer bei ihrer Hüttenwanderung neben festen Schuhen auch Trekkingstöcke benutzen, um sich bei Bedarf abstützen zu können. Ein Rucksack mit dem benötigten Proviant, der dann während der Wegstrecke verzehrt werden kann, komplettiert die Ausrüstung.

Eine Hüttenwanderung kann natürlich allein wie auch in der Gruppe geplant werden. Beim alleinigen Hüttenwandern sollten Wanderer entsprechende Karten ins Gepäck nehmen oder aber einen GPS-Empfänger nutzen, der jederzeit über den aktuellen Standort oder die nächste Hütte, die beim Hüttenwandern erreicht werden kann, informiert. Wanderer, die die Region beim Hüttenwandern noch nicht genau kennen, können sich alternativ auch geführten Wandergruppen anschließen. Dies kann sehr hilfreich sein, denn der versierte Wanderführer plant die Hüttenwanderung nicht nur selbstständig, sondern er kann den Wanderern beim Hüttenwandern auch die schönsten Plätze der Region zeigen. Zudem kennt er die Tier- und Pflanzenwelt sehr genau und kann auch hierüber Auskunft geben.

Bei jeder Hüttenwanderung sollte beachtet werden, dass viele Naturregionen in Deutschland, in Österreich sowie in der Schweiz dem Naturschutz unterliegen. Beim Hüttenwandern sollte man daher die Wege möglichst nicht verlassen und weder Tiere noch Pflanzen schädigen. So kann gewährleistet werden, dass man auch im kommenden Jahr beim Hüttenwandern die schönen Ausblicke auf duftende Blumenwiesen, grüne Weiden und die zahlreichen Bergziegen genießen kann.

Hüttenwanderung
Hüttenwanderung